GEMEINSCHAFTSPRAXIS Dr. med. Stefanie Montag Dr. med. Sandra Diesler Priv.-Doz. Dr. med. Heinz W. Niedecken (angestellter Arzt) Hautärzte - Allergologie Dermatologisch - Allergologisches Labor
Keramikerstr. 61 53359 Rheinbach Telefon: 02226 / 16583 Fax: 02226 / 16586
Borreliose – Symptome und Behandlung   Was ist Borreliose? Borreliose wird durch Zeckenbisse übertragen. Zecken, die selbst mit Borrelien infiziert sind, können das Bakterium borrelia burgdorferi übertragen, das dem Syphiliserreger ähnelt. Grippale Erkrankungen zu Beginn sind häufig. Es können auch Gelenkentzündungen, Konzentrations- und Koordinationsstörungen sowie Muskelschmerzen auftreten. Borrelien können viele Organe im Körper befallen, z.B. auch den Herzmuskel. Die Durchseuchungsrate der Zecken mit dem Borreliose-Erreger liegt bei 10 Prozent in Norddeutschland und bis zu 40 Prozent im Süden. Sie ist damit wesentlich höher als bei der ebenfalls durch Zecken übertragenen, besser erkennbaren Viruserkrankung Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Bei etwa jedem vierten Biss einer mit Borreliose infizierten Zecke wird die Erkrankung auch übertragen. Wie erkennt man die Erkrankung? Längst nicht jeder Infizierte erkrankt überhaupt. Das beste Erkennungszeichen für Borreliose ist die großflächige Rötung rund um die Einstichstelle (Wanderröte). Sie tritt aber nur in der Hälfte der Fälle auf. Sie gilt als sicheres Zeichen einer Erkrankung. Ansonsten ist der Befall zunächst gar nicht sicher erkennbar. Antikörper bilden sich erst vier bis sechs Wochen nach einer Infektion. Blutuntersuchungen bringen bisher keine hundertprozentige Erkenntnis. Vor allem, wenn die Krankheit schon chronisch geworden ist, sind sie sehr aufwändig und kompliziert, da die Erreger schwer zu finden sind. Was tun nach einem Zeckenbiss? Bei der Behandlung der Borreliose ist Zeit der entscheidende Faktor. Die Zecke möglichst schnell mit einer Zange oder Zeckenkarte entfernen, denn die Übertragung der Krankheit erfolgt meist erst acht Stunden nach dem Festsaugen. Das Tier keinesfalls mit Öl oder Klebemitteln beträufeln, es auch nicht wegwerfen oder vernichten, sondern zur Untersuchung auf Borreliose-Befall beim Arzt abgeben. Unser Labor kann überprüfen, ob die Zecke infiziert war. Hierbei fallen allerdings Kosten in Höhe von ca. EURO 25,-- an, die von Ihnen direkt an das untersuchende Labor zu zahlen sind und nicht von der Krankenkasse ersetzt werden.  Wenn die Zecke infiziert war, raten Ärzte zur sofortigen Therapie mit Antibiotika, die mit 90-prozentiger Sicherheit hilft. Gleiches gilt, wenn eine Wanderröte nach einem Zeckenbiss aufgetreten ist. Etwa vier Wochen nach einer Infektion streut die Krankheit in den ganzen Körper und ist dann ungleich schwerer zu diagnostizieren und zu behandeln. Oft werden die Symptome auch mit anderen Erkrankungen, etwa Rheuma, verwechselt, weil der Zeckenbiss nicht mehr bekannt oder sichtbar ist. Eventuell ist eine monatelange Antibiotika-Therapie nötig. So schützen Sie sich Kleidung und Abwehrmittel Helle Kleidung ist günstiger, Sie sehen die Tiere darauf besser. Auch Abwehrmittel wie Autan oder Anti-Brumm helfen einige Zeit. Natürliche Mittel wie Zedern- oder Zitronenöl sind weniger wirksam. Gründlich absuchen Der wichtigste Schutz gegen die schlimmen Folgen von Zeckenstichen ist gründliches Absuchen. Wenn Sie wandern oder joggen waren, wenn Sie im Garten oder im Wald gearbeitet haben, suchen Sie sich ab. Zecken lieben dünne, entlegene Hautstellen, wie z.B. die Kniekehlen, den Haaransatz, hinter den Ohren, unter den Armen oder auch am Gesäß oder in der Leiste. Zecken entfernen Borrelien werden erst nach einer gewissen Zeit – oft erst nach mehreren Stunden übertragen. Wird die Zecke gleich nach dem Stich entfernt, ist die Gefahr einer Infektion geringer. Gut geeignet sind spezielle Zeckenzangen oder Zeckenkarten aus der Apotheke. Sie verhindern, dass die Zecke beim Entfernen gequetscht wird. Zeigt sich eine Wanderröte, sofort einen Arzt aufsuchen! Zu Hause bleiben?  Aus Angst vor Zecken haben viele Menschen ihr Freizeitverhalten geändert. Das ist nicht nötig. Kinder sollten trotzdem draußen spielen und toben dürfen und  Erwachsene die Natur genießen. FSME: Von der Borreliose zu unterscheiden ist die Frühsommer- Meningoenzephalitis FSME. Sie wird durch Viren ausgelöst und ist weit seltener als die Borreliose. Die Symptome ähneln einer Grippe: Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber und Erbrechen. Die FSME ist meldepflichtig. 2009 gab es laut Robert-Koch-Institut deutschlandweit 313 FSME-Fälle. Gegen die FSME gibt es eine Impfung. Der ideale Zeitpunkt dafür ist der Herbst.
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